
Monschau liegt harmonisch eingebettet an der Rur in der Eifel.
Es ist eine wahre Freude und gleichzeitig ein Erlebnis, durch dieses malerische Städtchen zu gehen.
Auf dem Marktplatz steht ein bronzener Tuchmacherbrunnen oder auch Weberbrunnen genannt.
Er erinnert an die Tradition der Tuchmacher in Monschau seit dem 17. Jahrhundert. Ende des 18. Jahrhunderts erreichte Monschau den Höhepunkt mit seiner feinen Tuchfabrikation und brachte vielen Tuchmachern großen Reichtum.
Der Brunnen zeigt die drei wichtigsten Berufsgruppen bei der Herstellung von feinen Tüchern und Stoffen.
Am Schluss gibt der Scherer die nötige Feinheit, durch das Abschneiden der überstehenden Wollfasern.
Doch dieses Gewerbe war alles andere als leicht. Vorwiegend wurde die Wolle in dieser Zeit aus Spanien angeliefert. Bevor aber die zahlreichen Weber anfangen konnten, musste die Wolle gründlich gewaschen werden. Dazu wurden Seifenlauge und Urin verwendet. Nach dem Auswaschen unter ständig fließendem Wasser aus der Rur wurde die Wolle gesponnen.
Nun kamen die Weber an die Reihe. Schließlich wurden die großen Stoffbahnen von den Färbern eingefärbt und anschließend zum Trocknen aufgespannt. Danach ging es darum, die Stoffe aufzurauen. Das war in der Produktion mit die anstrengendste Tätigkeit. Durch dieses feine Aufrauen wurden überflüssige Fasern aus dem Stoff gezogen und so die Textilie verfeinert. Auf die bearbeiteten Stoffe wartete der Scherer. Er war der Topverdiener unter den Tuchmachern. Auf seine präzise ruhige Hand kam es nun an. Mit einer überdimensionalen Schere entfernte er gleichmäßig die überstehenden Fasern. Der Scherer glitt mit seinem Werkzeug hauchzart über die Tücher. Je besser dieser gearbeitet hatte, umso wertvoller die Tücher. Daher wurde dies mit äußerster Sorgfalt durchgeführt und dauerte pro Tuch oft einige Wochen.
Das Rote Haus ließ der Tuchmacher Johann Heinrich Scheibler um 1760 als repräsentatives Wohnhaus und gleichzeitig als Handels- und Produktionsstätte errichten.
Das wohl bekannteste Haus ist heute ein Museum und zeigt Einblicke in die großbürgerliche Wohn- und Alltagswelt dieser Familie.
Der Haller
Zu den markantesten Punkten der Stadt gehört dieser ehemalige Turm aus den 13. Jahrhundert auf dem Rahmenberg über dem Marktplatz.
Er war ehemals überdacht und wird landläufig als Beobachtungsposten der Burg bezeichnet, weil man von ihm aus das Rurtal gut einsehen konnte.
Im Jahr 1570 wurden seine Steine zur Reparatur der Burg verwendet.
Er gehört zu den markantesten Punkten der Stadt.



























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Kelly (Samstag, 01 November 2025 07:07)
Viel verlorenes Wissen über Schafe, Wolle und die Fertigung – alles eingebettet in eine schöne Stadt mit der Möglichkeit, es sich anzueignen :).
Lieben Gruß!
Morgentau (Samstag, 01 November 2025 09:59)
Das ist wahrlich ein zauberhafter Ort, der genau meinen Geschmack trifft. Ein Häuschen ist schmucker als das andere, und alle sind so schön eingebettet und von vielen schönen Dingen umgeben. Was für eine Idylle. Schade, dass sie unerreichbar für mich ist.
Hab ein schönes Wochenende, liebe Traudi,
liebe Grüße, Andrea
Elke (Montag, 03 November 2025 18:09)
Hach ja, irgendwann komme ich da auch noch mal hin. So schöne Bilder!
Liebe Grüße – Elke
Fraukografie (Sonntag, 09 November 2025 13:47)
Monschau ist wahrlich ein zauberhaftes Städtchen mit viel Handwerksgeschichte. Ich bin sehr gerne dort.
Aber zum Wochenende kann es auch ganz schön voll werden zu bestimmten Zeiten. :-)
LG Frauke