Bald wird das neue Jahr begrüßt.
Wir wollen es freudig
und mit positiver Lebenseinstellung empfangen und hoffen,
dass es Gesundheit
und Wohlergehen
mit sich führt.
Möge es ein gutes
und friedvolles Jahr werden.

Die zwölf Nächte,
vom 24. auf den 25. Dezember bis zum
5. auf dem 6. Januar werden Rauhnächte genannt.
Den genauen Ursprung hat man nie herausgefunden.
Es gibt aber zahlreiche alte Legenden und Sagen zu den Rauhnächten:
Es wird erzählt, dass zu Silvester die nordische Gottheit Wotan zu einer wilden Jagd mit seinem Gefolge aufbricht. Diese Geister werden als unberechenbar angesehen, sie können Glück bringen, aber auch Unheil stiften. Wer in diesen Nächten geboren wird, dem ist Glück oder Unheil beschieden.
Eine sehr alte Gestalt, die „Percht“ soll von den Bergen in die Täler hinabsteigen, um nach dem Rechten zu schauen. Sie braust mit ihrem Heer wie ein wilder Sturm durch das Land. So gibt es in Österreich, in der Oberpfalz und in Südtirol sogenannte „Perchtenläufe“, wo bei Umzügen finster aussehende Tiermasken getragen werden und viel Lärm gemacht wird.
Auch heißt es, dass die Träume, die du in den Rauhnächten hast, Hinweise auf die kommenden Monate geben.
Die Ursprünge der Rauhnächte zeigen, wie tief verwurzelt diese Tradition in unserer Geschichte und Kultur ist. Die Mythen und Bräuche, die über die Jahrhunderte weitergegeben wurden, tragen eine besondere Magie in sich, die auch heute noch spürbar ist.
Ich erinnere mich gerne an meinen Urlaub im Jahr 2017 im Bayrischen Wald.
Wir besuchten die „Gläserne Scheune“, wo der Glasermeister Rudolf Schmid sen. zusammen mit seiner Familie eine alte Scheune in ein Kunstwerk umgebaut hat.
Zum Thema Rauhnächte hat Rudolf Schmid auf Glas und auf Holz Szenen festgehalten, die man sich über diese Rauhnächte erzählt.
Hier könnt Ihr mehr darüber erfahren.
Außerdem möchte ich euch die beiden anderen Berichte über die „Gläserne Scheune“ nicht vorenthalten:

Neuffen liegt rund 27 Kilometer südlich von Stuttgart am Nordrand der Schwäbischen Alb, dem so genannten Albtrauf, zu Füßen des Hohenneuffens.
Das Wappen der Herren von Neuffen
Unter Berthold von Neuffen erhält der Ort die Stadtrechte durch Heinrich (VII.), den Sohn von Kaiser Friedrich II.
Das Wappen zeigt drei übereinander liegende Hifthörner; silber auf blauem Grund und später schwarz auf goldenem (= gelbem) Grund. Deshalb sind die Neuffener Stadtfarben heute noch gelb und schwarz.
Der heute wohl bekannteste Vertreter aus dem Neuffener Hochadelsgeschlecht ist Gottfried von Neuffen, der im „Codex Manesse“ verewigte Minnesänger, ein Enkel Bertholds von Weißenhorn-Neuffen, dem der Stadt- und Kulturring 2006 dieses Denkmal gewidmet hat.
Es wurde 1590 erbaut als adeliges Freigut mit Remisen und Brunnen; zuvor war hier der Amtssitz des Vogtes.
Bauherr war Melchior Jäger *1544 †1611.
Er war als Sohn eines Neuffener Vogts geboren, 1582 geadelt, als Geheimer Rat mit sehr großem Einfluss auf Herzog Ludwig von Württemberg.
Die Stadt Neuffen erwarb das "Schlösschen". Es besitzt Stuckdecken und z.T. freigelegte barocke Wandmalereien.

Gar mancher kommt trotz vielem Lesen
mit dem Verständnis in die Brüche;
wohl hat er die Sprüche der Weisheit gelesen,
doch nicht verstanden die Weisheit der Sprüche.
Friedrich Martin von Bodenstedt
(1819 - 1892)
Ich denke mal, die Weisheit dieser Sprüche an der Fassade versteht jeder. :-))

Ich weeß nich, mir isses so gomisch
un ärchendwas macht mich verschtimmt.
Es iss meechlich, das is anadomisch,
wie das ähmd bei Mänschen oft gimmt.
De Älwe, die bläddschert so friedlich,
ä Fischgahn gommt aus dr Tschechei.
Drin sitzt 'ne Familche gemiedlich,
nu sinse schon an dr Bastei.
Un ohm uffn Bärche, nu gugge,
da gämmt ich ä Freilein ihrn Zobb.
Se schtriecheltn glatt hibbsch mit Schbugge,
dann schtäcktsn als Gauz uffm Gobb.
Dr Vader da unten im Gahne
glotzt nuff bei das Weib gans entzickt.
De Mudder meent draurich: "Ich ahne,
di macht unsern Babbah verrickt".
Nu fängt die da ohm uffn Fälsen
zu sing ooch noch an ä Gubbleh.
Dr Vadder im Gahn dud sich wälsen
vor Lachen un jodelt: "Juchheh".
"Bis stille", schreit ängstlich Ottilche.
Schon gibbelt gans forchtbar dr Gahn,
un blätzlich versinkt de Familche...
Nee, Freilein, was hamse gedan!
Ein ganz besonderes Highlight unserer Burgentour in der Eifel war die Burgruine Olbrück.
Der stolze hohe Wohnturm, den man auch besteigen kann, zeigt sich schon von weitem.
Vor allem beeindruckten mich die verbliebenen Ruinen und die herrliche Aussicht.
Hier geht’s zur Geschichte.

In einem leeren Haselstrauch
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz
und mitten drin der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber, da schneit es, hu!
Sie rücken zusammen dicht an dicht.
So warm wie der Hans hat's niemand nicht.
Sie hör'n alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind, so sitzen sie noch.
Christian Morgenstern (1871-1914)
Wahrscheinlich warten diese beiden Vögelchen auf den Winter und auf den frechen Hans. :-))
Mehr Vogelhäuschen:
auf"mehr lesen klicken"

Wenn sich der blaue Himmel im Wasser spiegelt und der Herbst seinen Farbkasten auspackt und die Bäume bunt anpinselt, ist es ein besonderes Erlebnis, um den Herrenbach-Stausee zu gehen.
Gleich unterhalb des Klosters Adelberg ist er im Herrenbachtal eingebettet und der 5 km lange Rundwanderweg hält einige Überraschungen bereit.
Habe ich Euch neugierig gemacht? - Dann klickt auf "mehr lesen", und wir marschieren los.

Das Auto habe ich auf dem Parkplatz bei der Herrenmühle geparkt.
Nun müssen wir einen kleinen Anstieg hinter uns bringen, um auf den Staudamm zu gelangen.

Uff, oben angekommen!
Aber so schlimm wars eigentlich gar nicht.
Wir nehmen den Weg, der rechts am Stausee entlang geht und schon sind wir auf dem Walderlebnispfad.
Der Stausee zeigt sich heute von seiner schönsten Seite:

Nun schauen wir noch kurz bei den Waldgeistern vorbei.
Ein Kobold sitzt am Wegrand und winkt uns herein.

Nun sind wir oberhalb der Koboldklinge angekommen, eine Tafel weist hier zur Märchenquelle.
Nehmt Platz, ich lese Euch ein Märchen vor.
Die Geschichte vom Wasserkrug
Vor langer Zeit gab es eine große Dürre.
Die Quellen versiegten und die Bäche trockneten aus.
Die Erde wurde hart. Die Blumen verwelkten, das Gras verdorrte und die Bäume im Wald ließen ihre Zweige hängen und warfen ihre Blätter ab.
Die Tiere hatten großen Durst, viele mussten sterben.
Auch den Menschen erging es nicht anders. Viele waren den ganzen Tag unterwegs auf der Suche nach Wasser.
Ein kleines Mädchen sorgte sich um seine kranke Mutter.
Es wusste, sie brauchte dringend Wasser, sonst würde sie sterben.
Das Mädchen nahm einen Krug und machte sich frühmorgens auf, um einen Brunnen zu suchen. Den ganzen Tag ging es unter der heißen Sonne, aber es konnte kein Wasser finden.
Am Abend legte es sich enttäuscht und durstig auf die harte Erde und schlief ein.
Im Traum hörte es eine Quelle plätschern und sah, wie der Krug bis zum Rand mit klarem Wasser gefüllt wurde.
Als es am Morgen aufwachte, stand neben ihm der gefüllte Krug. Es hatte zwar großen Durst, aber die kranke Mutter zuhause hatte das Wasser sicher nötiger.
Eilig nahm es den Wasserkrug und wollte nach Hause laufen.
Beinahe wäre das Mädchen über einen kleinen Hund gestolpert, der vor ihm auf dem Boden lag, schwach vor Durst.
Dem Mädchen tat das Hündchen leid. Es schöpfte mit seiner Hand Wasser und gab dem Tier zu trinken. Schon fand der kleine Hund Kraft und sprang davon.
Der Wasserkrug aber war nicht leerer geworden. Er war aber auch nicht mehr aus Ton, sondern aus Silber und schimmerte wie der Mond.
Voll Staunen eilte das Mädchen weiter. Es traf eine alte Frau und einen alten Mann, die am Weg saßen, elend vor Durst. Das Mädchen gab auch ihnen zu trinken.
Jetzt strahlte der Krug in leuchtendem Gold und war noch immer bis zum Rand voll Wasser.
Vorsichtig trug es den Krug nach Hause und rief: "Mutter, Mutter, ich habe Wasser für dich!"
Das Mädchen reichte zuerst der kranken Mutter ein Glas Wasser und trank dann selbst.
Auf einmal war der Wasserkrug über und über mit funkelnden Edelsteinen besetzt. Aus jedem Stein sprudelte eine Quelle frischen Wassers.
Das Mädchen trug den Krug ins Freie und das Wasser lief über das dürre Land in die Bäche.
Und überall, wohin sie flossen, grünte es. Die Bäume streckten ihre Äste empor. Die Tiere kamen und löschten ihren Durst.
Die Menschen füllten ihre Krüge, tranken und freuten sich.
Die Erde war ein wunderbarer Garten.
Dann wurde es Nacht. Alles war ruhig und still, nur das Wasser hörte man plätschern.
Im Schlaf träumte das Mädchen, dass die Quellen und Bäche sogar über die Erde hinausflossen in den weiten Himmel. Und es sah, wie aus jeder Quelle ein Stern emporstieg.
Aus den leuchtenden Sternen entstand ein Sternbild, das den Menschen Gutes verheißt:
"Die Liebe macht die Erde schön.
Sie kann Vertrochnetes zum Leben erwecken"

Ein Schwan begrüßt uns beim Steg.
Also rasch rüber auf die andere Seite des Sees und lassen wir uns überraschen, was es noch alles zu sehen gibt.

Nun wollen wir
ein wenig ins
Land der Mythologie eintauchen
und hören,
was sich die Bäume
so alles zu erzählen haben.

Die schöne Prinzessin.
Um zu ihr zu gelangen, müsst Ihr durchs Labyrinth.

Nun sind wir schon wieder an der Herrenmühle angelangt.
Es hat mir viel Freude gemacht, mit Euch diesen ausgiebigen Spaziergang gemacht zu haben.

Über der Ortsgemeinde Schönecken im Nimstal (Eifelkreis Bitburg/Prün) thront diese Burgruine.
Doch wie kommt man da hoch?
In der Tankstelle im Ort unterhalb der Burg erhielt ich drei Wegbeschreibungen, die steil zur Burg hochführen. Auch mit dem Auto ist die Burg zu erreichen, sagte man mir.
Wir entschlossen uns für Anfahrt und stellten oben fest, dass es da gar keinen Parkplatz gibt. So parkten wir an der Schranke – „es wird schon keiner da reinfahren wollen.“
Nun ging es weiter über eine große Wiese zur Ruine und standen vor abgebrochenen Mauern, der Rückseite der Burg.
Sie wurde im 19. Jahrhundert durch die Ausbeutung als Steinbruch für Bauvorhaben der Umgerbung zerstört.
Die Aussicht ist genial.
Hier geht’s zur Geschichte.
Einige Burgen und Schlösser haben wir in unserem Eifel-Urlaub gesehen und waren beeindruckt von dem mittelalterlichen Flair und deren jeweiligen Vergangenheit.
Das Schloss Hamm blickt auf eine lange und interessante Geschichte zurück, die ihr hier nachlesen könnt.
(Eine Erzählung aus dem Jahr 1987)
Ich bin 1891 geboren. Meine Eltern hatten vierzehn Kinder und einen Bauernhof mit 22 Kühen im Stall, zwei Pferde und außerdem einen Steinbruch. Ich musste von Kindheit an fleißig mithelfen.
Als mein Bruder zum Militärdienst eingezogen wurde, musste ich noch drei Jahre lang den Knecht ersetzen: frühmorgens die Pferde füttern und striegeln, dann einspannen und mit dem Pritschenwagen zum Steinbruch fahren und die schweren kantigen Felsbrocken mit bloßen Händen allein aufladen. Und ab ging es mit dem Pferdefuhrwerk dahin, wo an Straßen und Wegen die Steine abgeladen wurden, wo sie Steinklopfer mit ihren Hämmern zerkleinerten. Jeden Tag waren drei solcher Fuhren zu bewältigen, und das das ganze Jahr über.
„Ja, i han schaffa miaßa wie a Mannsbild und war bloß so a grengr Hering mit ma Zentner. I han nex von meiner Jugend ghet“.
Mit meinen Pferden Max und Liese hatte ich Freundschaft geschlossen. Sie folgten mir aufs Wort und ich war stolz auf sie. Sogar in der Schmiede beim Beschlagen schaffte ich es mühelos, den beiden Ackergäulen die Beine zu heben, bis das Eisen aufgezogen war. An den Sonntagen hatte ich Zeit, die Hufe zu reinigen und einzufetten, ebenso das Geschirr, Halfter und Leitseil.
Ich trug das ganze Jahr dieselben Arbeitsstiefel und brauchte auch keine Handschuhe. Kalte Füße und Hände gab es bei der Schwerarbeit nicht. Bei Regenwetter band ich mir einfach einen Schal oder ein Tuch über den Kopf.
Dass ich heute mit 96 Jahren noch munter bin, verdanke ich meiner vielen Arbeit bei bescheidenem Essen.
In unserem Eifel-Urlaub im September waren wir viel unterwegs. Wir sahen einige Burgen, Schlösser und Klöster.
Und das macht hungrig!
Immer wieder waren wir auf der Suche nach einem Restaurant, oft erfolglos. Viele Restaurants wurden bzw. waren geschlossen oder haben nur am Wochenende geöffnet. So mussten wir uns manchmal mit der „Heißen Theke“ bei Metzgereien begnügen oder in einer Bäckerei satt werden.
Wie freuten wir uns, als wir die Burg Rittersdorf besuchten und dort ein Restaurant mit einem besonderen Flair fanden. Und wir hatten auch noch Glück mit dem Wetter, so dass wir draußen im großen Innenhof speisen konnten.
Jeder hat schon mal von einem Einhorn gehört.
Interessant ist, dass seine Bekanntheit einem über 2000 Jahren alten Übersetzungsfehler verdankt.
Anscheinend hat wohl die Bibel, genauer gesagt, das Alte Testament dieses Tier polulär gemacht.
Im dritten Jahrhundert v. Chr. wurde der hebräische Text ins Griechische übersetzt. Dabei wurde im Text an mehreren Stellen von einem Tier berichtet, dem "Re'em". Es herrschte bei allen Übersetzern Ratlosigkeit, weil keiner wusste, um welches Tier es sich handelt. So nannen sie es "Monokeros", was zu deutschs "Einhoen" heißt.
Es hatte aber mit dem anmutigen Wesen, wie wir es heute kennen, nichts zu tun. Es war wild und hat mit Zauberkräften und Eleganz überhaupt nichts zu tun.
Heute wissen wir, dass es sich bei dem Bibel-Einhorn um einen Auerochsen handelt - und dem sprießen bekanntlich zwei Hörner aus dem Schädel.
Es lässt sich dieser Irrtum nur so erklären: Früher wurden die Tiere in Wandmalereien von der Seite gezeichnet, so dass nur eines der beiden Hörner zu erkennen war.
Im Mittelalter änderte sich die Gestalt de Einhorns immer mehr und wurde zu einem erhabenen Tier, wie wir es heute kennen. Da es auch Zauberkräfte hat und dem Horn magische Kräfte zugeschrieben wurde, verkauften immer mehr Menschen die pulverisierte Form des Hornes, was in einer Gaunerei endete.
So wurde es bis heute Symbol vieler Apotheken.

. . . dass sich auf der
Manderscheider Niederburg Schreckliches ereignet hat.
Es wurden einst bei Ausbesserungsarbeiten in einer Wand neben dem Wachtturm eine zugemauerte Nische entdeckt. An der Decke befand sich eine kleine Öffnung. Nachdem die Vorderwand entfernt wurde, fand man dahinter ein menschliches Skelett und eine irdene Schüssel.
Als Erklärung wurde erzählt, dass vor ein paar hundert Jahren hier auf der Burg ein Graf mit seiner Tochter lebte. Diese liebte einen Dienstmann der Burgbesatzung, der ihre Liebe erwiderte.
Nun kam es, dass das Paar bei einem heimlichen Treffen überrascht wurde. Sogleich ließ der Graf den unglücklichen Liebhaber töten und seine Tochter in jene Nische einmauern. Durch die kleine Öffnung erhielt sie Nahrung bis zu ihrem Tode.
Von nun an spukte es jahrhundertelang am alten Wachtturm um Mitternacht.
Erst als man das Gerippe in ein christliches Grab gebettet hat, hörte der Spuk auf.
Auch ich "geisterte" auf der Unterburg 'rum. Es war eine kleine Herausfoderung, den zum Teil steilen Aufstieg zu meistern. Es gab viele alte Steine zu sehen und natürlich zu fotografieren.
Einen Bericht darüber gibt es hier.

Monschau liegt harmonisch eingebettet an der Rur in der Eifel.
Es ist eine wahre Freude und gleichzeitig ein Erlebnis, durch dieses malerische Städtchen zu gehen.
Auf dem Marktplatz steht ein bronzener Tuchmacherbrunnen oder auch Weberbrunnen genannt.
Er erinnert an die Tradition der Tuchmacher in Monschau seit dem 17. Jahrhundert. Ende des 18. Jahrhunderts erreichte Monschau den Höhepunkt mit seiner feinen Tuchfabrikation und brachte vielen Tuchmachern großen Reichtum.
Der Brunnen zeigt die drei wichtigsten Berufsgruppen bei der Herstellung von feinen Tüchern und Stoffen.
Am Schluss gibt der Scherer die nötige Feinheit, durch das Abschneiden der überstehenden Wollfasern.
Doch dieses Gewerbe war alles andere als leicht. Vorwiegend wurde die Wolle in dieser Zeit aus Spanien angeliefert. Bevor aber die zahlreichen Weber anfangen konnten, musste die Wolle gründlich gewaschen werden. Dazu wurden Seifenlauge und Urin verwendet. Nach dem Auswaschen unter ständig fließendem Wasser aus der Rur wurde die Wolle gesponnen.
Nun kamen die Weber an die Reihe. Schließlich wurden die großen Stoffbahnen von den Färbern eingefärbt und anschließend zum Trocknen aufgespannt. Danach ging es darum, die Stoffe aufzurauen. Das war in der Produktion mit die anstrengendste Tätigkeit. Durch dieses feine Aufrauen wurden überflüssige Fasern aus dem Stoff gezogen und so die Textilie verfeinert. Auf die bearbeiteten Stoffe wartete der Scherer. Er war der Topverdiener unter den Tuchmachern. Auf seine präzise ruhige Hand kam es nun an. Mit einer überdimensionalen Schere entfernte er gleichmäßig die überstehenden Fasern. Der Scherer glitt mit seinem Werkzeug hauchzart über die Tücher. Je besser dieser gearbeitet hatte, umso wertvoller die Tücher. Daher wurde dies mit äußerster Sorgfalt durchgeführt und dauerte pro Tuch oft einige Wochen.
Das Rote Haus ließ der Tuchmacher Johann Heinrich Scheibler um 1760 als repräsentatives Wohnhaus und gleichzeitig als Handels- und Produktionsstätte errichten.
Das wohl bekannteste Haus ist heute ein Museum und zeigt Einblicke in die großbürgerliche Wohn- und Alltagswelt dieser Familie.
Der Haller
Zu den markantesten Punkten der Stadt gehört dieser ehemalige Turm aus den 13. Jahrhundert auf dem Rahmenberg über dem Marktplatz.
Er war ehemals überdacht und wird landläufig als Beobachtungsposten der Burg bezeichnet, weil man von ihm aus das Rurtal gut einsehen konnte.
Im Jahr 1570 wurden seine Steine zur Reparatur der Burg verwendet.
Er gehört zu den markantesten Punkten der Stadt.

Diese wunderschön angelegte barocke Gartenanlage gehört zum Schloss Malberg in der Südeiffel.
Ursprünglich erfüllte er zwei Zwecke.
Zum einen diente er als Erholungsgarten, der zum Lustwandeln einlud, zum anderen wurde er auch als Nutzgarten bewirtschaftet. Hier wurden Gemüse, Heilpflanzen gezogen.
Und ich nutze den schönen Garten, um Fotos zu machen und die schöne Aussicht hinunter ins Kylltal zu genießen. Anschließend besuchte ich die Schlossanlage.
Hier gibts den Bericht.
Eine einzigartige Atmosphäre mitten in den Weinbergen bietet das Weingut Kloster Marienthal.
Bei einem Glas Spätburgunder und hausgemachten Flammkuchen mit Blick auf die Ruine und in die Weinberge kann man die Seele baumeln lassen.
Hier geht’s zur Klostergeschichte.
Wir waren auf der Rückfahrt zu unserer schönen Ferienwohnung und freuten uns auf einen gemütlichen Abend.
Heute haben wir einige Burgen besucht und spürten diese "Besteigungen" in den Knochen.
Aber als wir durch Mürlenbach fuhren, verlockte uns eine Burg, die hoch über dem Flüsschen Kyll thront. Sie stand nicht auf unserem Tagesprogramm, trotzdem fuhren wir hoch.
Leider konnten wir nicht ins Innere gelangen, und zum Fotografieren stand auch nur die Rückseite der Anlage zur Verfügung. Die „Schokoladenseite“ mit den Doppeltürmen sieht man am besten unten vom Ufer des Flüsschens Kyll.
Es ist die Bertradaburg, die ich hier vorstelle.

Im 12. Jahrhundert galt das Kloster Himmerod in der Eifel als das eigentliche Zuhause der Nachtigallen. Hier sangen sie in der Abenddämmerung ihr wunderschönes Lied und verzauberten jeden, der sie hörte. Auch die Mönche, die in den Kreuzgängen und im Klostergarten wandelten, lauschten ihren wunderbaren Melodien.
Doch die verführerischen Klänge rührten auch an verborgenen Sehnsüchten. So manches fromme Mönchsherz erinnerte sich schmerzlich an die entsagten weltlichen Dinge und verspürte plötzlich eine neue, ungewohnte Abenteuerlust.
Als der heilige Bernhard von Clairvaux die Abtei besuchte und in die Herzen der Mönche blickte, erfüllte ihn das mit tiefer Betrübnis. Er sah den inneren Zwiespalt und war erschüttert, wie sehr das friedliche Gemüt seiner Brüder unter der Macht des Gesangs litt.
Der Heilige wurde so zornig, dass er sich nicht mehr beherrschen konnte und seinen Unmut laut im Klosterwald herausschrie. Das erschreckte die Nachtigallen sehr, sodass sie aufgeregt zwischen den Bäumen umherflatterten. Dann sangen sie ein letztes, klagendes Lied – und verließen für immer den heiligen Ort.
Viele von ihnen flogen den Rhein entlang bis zu dem stillen Tal bei Honnef. Dort fanden sie im Wäldchen am Fuße des Drachenbergs einen geeigneten Ort, um sich im Schutze des Bergrückens niederzulassen.
Die Wanderer, die durch den Wald kamen, lauschten wohlwollend und verzückt dem Gesang der neuen Bewohner. Eingenommen vom schönen Klang der Nachtigallenlieder, deutete jeder den Gesang auf seine Weise – abhängig von Stimmung und Gemüt.
(Mit freundlicher Genehmigung von https://www.drachenwolke.com/ )
... und hier könnt ihr über das Kloster Himmerod mehr erfahen.
Die Pfarrkirche St. Nikolaus liegt im "Burgfried", einer Anhöhe unterhalb der Burg.
Sie wurde 1492 spätgotischischen Stil unter Cuno II., Graf von Manderscheid-Blankenheim, Herr von Neuerburg erbaut
Der Torturm an der Pfarrkirche ist der mittelalterliche Eingang zum ersten Burgabschnitt und gleichzeitig Glockenturm. Nach dem Großbrand von 1818 wurde er im alten Stil wieder aufgebaut.
Besonders wertvoll sind der Taufstein aus dem 16. Jahrhundert, die achteckige Holzkanzel aus dem 18. Jahrhundert sowie der Beichtstuhl mit umfassenden Schnitzarbeiten.
Der zweischiffige Bau zeichnet sich durch die schönen Netzgewölbe und die Wappen in den Schlusssteinen der Gewölbe aus.

Neuerburg in der Eifel hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten.
Am eindrucksvollsten ist zweifellos die Burg, die ich in meiner Schlösser/Burgen/Klöster-Rubrik vorstelle und die auch das Stadtbild prägt.
Hier auf dem Foto gehe ich gerade über den Marktplatz zum Marktbrunnen, den man ganz klein links im Hintergrund sehen kann.
Seine Figuren haben bewegliche Gelenke, die man nach Lust und Laune verstellen kann.
Nun gehen wir zur Eligiuskapelle,die einst eine Hospialkirche war.
Die Malereien an der Altarwand stammen noch aus der Erbauungszeit.
In der Kapelle fanden die Gottesdienste der Hämmerer-Zunft oder Eligiusbruderschaft statt. Zu dieser Zunft gehörten die Berufe, die mit dem Hammer arbeiteten, wie Goldschmiede, Schlosser Schreiner, Maurer und Zimmerleute. Die Mitglieder wurden "Loyenbrüder" genannt, wie auch im Volksmund die Kirche den Namen "Loukierch" hatte, eine Ableitung von der französischen Form des Namens Eligius.
In der Nähe der Kapelle steht der Eligiusbrunnen.
In Eschfeld, einer kleinen Gemeinde im Dreiländereck Deutschland, Belgien Luxemburg befindet sich eine besondere Kirche, die Pfarrkirche St. Luzia.
Pastor Christoph März hat von 1906 bis 1921 die Kirche mit Motiven des Alten Testaments und Neuen Testaments sowie aus der Kirchengeschichte, bestehend aus über 1.000 Figuren und 150 Tieren, eigenhändig ausgemalt. Für einige Figuren standen ihm Einwohner Modell. Die Gemälde bedecken jeweils die maximale Grundfläche der betreffenden Bauteile. Auffallend ist die wiederkehrende Verwendung von intensivem Blau und strahlendem Gold als Symbolfarben. Auch die Abbilder sämtlicher Päpste und vieler Kirchenmänner wurden an den Wänden verewigt.
Eines zeigt die Ausmalung jedoch nicht: ein Kreuzigungsmotiv. Stattdessen hängt über dem Eingang zur Sakristei ein Ölgemälde aus der flämischen Van-Dyck-Malerschule. Pfarrer März kaufte das Bild aus eigenen Mitteln. Er wollte es offenbar nicht selber malerisch kommentieren.
Leider stürzte der Pastor im Jahr 1931 vom Gerüst. Man brachte den Schwerverletzten noch ins Krankenhaus nach Prüm, doch es war zu spät. Auf dem Sterbebett soll sein letzter Wille gewesen sein, ihm einen Pinsel ins Grab mitzugeben, da er glaube, dass es sicher auch im Himmel noch einiges zu verschönern gebe. So die Legende.
Clerf ist eine Stadt und Gemeinde in Luxemburg in der Nähe der deutschen Grenze.
Die Stadt kann viele Sehenswürdigkeiten aufweisen. Ich entschied mich für die drei größten, die man schon von Weitem sehen kann: Die Basilika, das Schloss und die Abtei Saint Maurice.
Heute stelle ich die Basilika vor.
Die beiden Patrone der Kirche sind die Brüder Kosmas und Damian, Ärzte und Märtyrer.
Die Kirche wurde 1910-1912 im spätromanischen Stil erbaut und steht westlich des Schlosses.
Oberhalb des Hauptportals befindet sich im Tympanon ein Mosaik, das eine Paradieslandschaft zeigt. In der Mitte Christus, umgeben von den Aposteln Paulus (mit Buch), Simon Petrus (mit Schlüssel) und den Märtyrern Kosmas und Damian, die goldene Kronen tragen.
Im linken oberen Teil des Rundbogens befindet sich eine kleine Darstellung des sagenhaften Vogels Phönix.
Unterhalb der Figurendarstellung – in der Mitte – kann man das Lamm Gottes sehen, von dem aus die vier Paradiesflüsse ausgehen. Links und rechts zwölf Schafe, welche die zwölf Apostel symbolisieren.
Auf der linken Seite des Hauptportals befindet sich ein Mosaik mit der Darstellung des hl. Felix (Papst Felix IV. (III.) hatte 527 die Kirche den Märtyrern Kosmas und Damian in Rom geweiht). Rechts befindet sich das Mosaik mit der Darstellung des hl. Theodor.
Direkt über dem Hauptportal, aufgesetzt auf den Rundbogen, befindet sich das Freiheitswappen von Clerf mit der Darstellung des hl. Huberts von Lüttich, was man auf dem 1. Foto sehen kann. Clerf gehörte bis zum Ende des französischen Königreichs der Bourbonen (Ancien Régime) 1801 zum Bistum Lüttich.
Oberhalb des Hauptportals, im Giebelfeld, ist ein Relief von Lambert Piedboeuf (1863–1950) angebracht, welches Christus als Weltenherrscher mit einem aufgeschlagenen Buch zeigt und ringsum vier Reliefs, auf denen die vier Evangelistensymbole zu sehen sind: der Stier für Lukas, der Adler für Johannes, der Löwe für Markus und ein Mensch für den Evangelist Matthäus. Diese Symbole finden sich auch dominierend auf dem Altar der Benediktinerabtei in Clerf. Lambert Piedboeuf hat auch die Kreuzigungsgruppe an der Giebelspitze der Kirche in Clerf geschaffen.
Der Innenraum
Die Kuppel des Chorraums wird von einem Mosaik des auf Wolken thronenden Weltenherrschers, flankiert von Maria (links) und Johannes dem Täufer (rechts) dominiert. Das gut sichtbare rote Herz soll auf die Herz-Jesu-Verehrung hinweisen.
Der Kanzelkorb ruht auf kleinen Säulen und zeigt die Reliefs der vier abendländischen Kirchenlehrer Ambrosius, Augustus, Hieronymus und Gregor d. Große.
. . . kamen wir durch Irrhausen, einem kleinen Ort im Eifelkreis Bittburg-Prüm.
Am Ortsausgang befindet sich kurz hinter der Brücke über die Irsen die Candels-Kapelle, einer Privakapelle, die im Jahr 1912 von Johann und Maria Candels gebaut wurde.
An dieser Stelle hatte ein eisernes Pestkreuz aus dem Jahr 1700 gestanden; es ist noch erhalten und steht nun links vor der Kapelle. Nach Angaben der Nachfahren der Erbauer wurde die Kapelle aus Dank über die Heilung nach einer Erkrankung erbaut. Sie ist dem heiligen Herz Jesu geweiht.
Aber nun geh‘ s weiter zur Ruine Dasburg, über die ich hier berichte.
In unserem Urlaub haben wir einige Ziele herausgesucht, die wir besuchen wollten. Natürlich handelt es sich vorwiegend um Burgen, Schlösser und Klöster.
In dieser Gegend hat man ja die Auswahl und wir hätten unseren Urlaub verlängern müssen, um noch mehrere anzusehen.
Natürlich sind im Ahrtal immer noch die Auswirkungen der Flutkatastrophe zu sehen. Es muss immer noch viel gebaut und aufgeräumt werden.
Bei der Fahrt durchs Ahrtal fiel uns schon von der Ferne eine große Klosteranlage auf einem Berg auf, die nicht auf unserer Da-will-ich-hin-Liste stand. Es ist das Kloster Kalvarienberg in Ahrweiler, das eine interessante Geschichte erzählen kann.
Sicher habt ihr euch gewundert, warum es hier in letzter Zeit ruhig war.
Der Grund: Ich habe in der Südeifel einen erholsamen Urlaub verbracht.
Natürlich habe ich viele Fotos mitgebracht, die ich euch nicht vorenthalten will.
Also: Es wird hier bald weitergehen.

Dieser schattenspendende „Hausberg“ in Wunsiedel (Fichtelgebirge) ist eine wahre Oase der Ruhe.
Der Berg hat den Namen vom ältesten Bauwerk der Stadt, der Ruine der Wallfahrtskirche Sankt Katharina.
Sie wurde 1350 erbaut und erstmals 1364 in einem Ablassbrief erwähnt. Im Jahre 1462 wurde die Kirche durch ein böhmisches Heer zerstört. Sie wurde dann bis 1470 wieder erneuert.
Die Kirche ist der Heiligen Katharina aus Alexandrien geweiht war damals eine bedeutende Pilgerstätte.

An der Nordwand des Turms befindet sich eine Granittafel, deren Inschrift an zwei erfolgreiche Verteidigungskämpfe der Wunsiedler gegen die Hussiten in den Jahren 1430 und 1462 erinnert.
Nach der Reformation verlor der Kirchenbau an Bedeutung und verfiel.
Erst im 19. Jahrhundert wurde die Ruine wieder polulär, so dass man die damaligen Überreste der Kirche sicherte.

Mitten im ehemaligen Langhaus steht ein vierseitiger Granitpfeiler aus dem 15. Jahrhundert, der als Opferstock diente.

Im Chor steht ein spätgotischer Bildstock aus Granit, bekrönt mit Kreuz.
Er stand bis 1826 am Nordfuß des Berges auf einer Brücke über den Bachlauf Rösla und wurde 1848 in der Kirchenruine aufgestellt.
... übrigens: Wunsiedel ist auch bekannt durch das Felsenlabyrinth Luisenburg, wo jeden Sommer Festspiele stattfinden.

Auf einer Anhöhe über der Fichtelnaab steht in Grötschenreuth das noch heute imposante Schloss. Es wurde um 1611 errichtet.
Der Portalturm kam dann allerdings erst um 1870 dazu und die beiden Ecktürme mit den Kuppeln wurden 1927 angefügt.
Das Schloss ist heute in Privatbesitz.
Die Hammerherren waren wohlhabende Leute. Allerdings waren sie seit 1362 politisch abhängig von den Grafen von Leuchtenberg.
Der Niedergang der Eisenindustrie in der Oberpfalz erfolgte in 16. Jahrhundert.
Erstmals wurde ein Hammerwerk im 14. Jahrhundert genannt, das später in einen Drahthammer umfunktioniert wurde.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Apollo-Grannus-Tempel im Lauinger Ortsteil Faimingen.
Sie ist eine Teilkonstruktion der größten römischen Tempelanlage nördlich der Alpen.
Sie befindet sich mitten im Dorf. Nach hundertjähriger Grabungstätigkeit wurde sie in Teilen wiederhergestellt.
Der Tempel war von einer stadtähnlichen, etwa 40 ha großen Siedlung (vicus) umgeben mit hohen Türmen, Toren und Mauern wegen der Bedrohung durch die Germanen.
Nach dem Rückzug der Römer entstand hier eine Siedlung der Alamannen.
Aufgrund weiterer Steinfunde und der nahegelegenen Quellen dem gallorömischen Heil- und Quellgott Apollo-Grannus zugeordnet werden.
Und es gibt hier einiges zu sehen.
Aber zuerst kümmerten wir uns um unser leibliches Wohl in einem schattigen Biergarten an der Donau.
Da es heute wieder sehr warm werden soll, sind wir schon rechtzeitig von zuhause weggefahren.
Nun geht es über die Donaubrücke hinein ins Städtchen.
Das Rathaus ist Schmuckstück und Herz der Stadt zugleich.
Der dreigeschössige Stadtpalast wurde 1791 fertiggestellt.
Beeindruckend ist die Vorderseite mit seinem vortretenden Mittelrisalit mit den mächtigen Säulen und dem Sandsteinbalkon.
Unmittelbar vor dem Rathaus steht ein Bronzedenkmal des Albertus Magnus, des großen Sohnes der Stadt.
Der Schimmelturm
Der Schimmelturm mit seinen 54 Metern ist das Wahrzeichen der Stadt. Es vergingen 21 Jahre, bis die Bauarbeiten des Turms 1478 beendet waren.
Die Fresken erzählen uralte Sagen von einem weißen Ross, einem tapferen Lauinger Krieger und dem „schönsten und größten Weibsbild in ganz Europa“.
Eine Sage erzählt, dass zur Zeit des Albertus Magnus im unteren Brunnental ein außergewöhnliches Fohlen zur Welt kam. Aus ihm wurde ein gewaltiges Ross.
Das Merkwürdige war, dass es sich nur von einem verkrüppelten Knecht reiten und pflegen ließ.
Nun geschah es, dass der Lauinger Bürgermeister plötzlich schwer erkrankte und in der ganzen Stadt kein Arzt zu erreichen war. In der Not dachte man an den heilkundigen Pater Severin in Donauwörth.
Da bot der Knecht seine Hilfe an, schwang sich auf dass riesige Tier und ritt in Richtung Donauwörth.
In Dillingen aber versperrte ein mit Heu beladener Wagen das Stadttor.
Da riss das Knechtlein das Pferd zur Seite, feuerte es an und mit gewaltigem Sprung setzten Roß und Reiter über die Stadtmauer und den Graben hinweg. In wildem Galopp ritt der Knecht nach Donauwörth, nahm den Klosterbruder hinter sich aufs Pferd und sprengte zurück. Die Hilfe kam eben noch zur rechten Zeit, der Bürgermeister wurde gerettet. Zum dauernden Gedenken ließen die Lauinger das Bild des Wundertieres an den Hofturm malen.
Im Unteren Brunnental hört man das Wasser rauschen.
Nicht nur am 1980 aufgestellten Brunnen läuft es, sondern auch in Häusern und Gärten treten Quellen hervor. Hier am niedersten Punkt der Donau treffen sich die Wasserströme aus dem Jura, bevor sie in die Donau münden.
Früher durchzogen kleine Bächlein das ganze Gebiet. Eine solch günstige Möglichkeit, an Wasser zu kommen, nützten die Menschen zu allen Zeiten aus. Deswegen siedelten sich hier schon früh die Gerber, Färber und Weber an und errichteten ihre Werkstätten. An manchen Hausdächern sind die Trockenläden noch zu sehen.
Zur Gerberzunft zählten früher etwa 7 Rotgerber und 4 Weißgerber.
Die Weberzunft hatte 3 Ausschnittmeister und 88 Webmeister.
Alle Erzeugnisse der Weber mussten den städtischen Schaumeistern vorgelegt werden, die alle Stücke nach ihrer Qualität bezeichneten, die schlechten verwarfen und den gut befundenen das städtische Wappen in Blei anhängten. Lauinger Tuche hatten auf den Märkten einen guten Ruf.
Im 2. Teil gehen wir zu den Römern,
die hier auch schon ansässig waren.

Die Rose sprach zum Mägdelein:
Ich muss dir ewig dankbar sein,
dass du mich an den Busen drückst
und mich mit deiner Huld beglückst.
Das Mägdlein sprach: O, Röslein mein,
bild dir nur nicht zuviel drauf ein,
dass du mir Aug und Herz entzückst.
Ich liebe dich, weil du mich schmückst.
Wilhelm Busch (1832 - 1908)

... als Klein-Traudi mit diesen Kätzchen spielte.
Warum Sonntag?
Wochentags trug ich eine rote und sonntags kam eine frisch gebügelte weiße Haarschleife ins Haar.
Auf jeden Fall hatte ich großen Spaß mit den Kätzchen und ich kann mich sogar noch gut daran erinnern, als mein Vater mich auf den Schemel stellte und fotografierte.

Ich war schon ewig nicht mehr auf einem Flohmarkt. Im Nachbarort wurde bei bestem Wetter einer abgehalten – ich überlegte nicht lange und ging hin. Mir liegt eigentlich nicht das Gedränge bei solchen Veranstaltungen, aber man kann mit Glück schöne Schnäppchen machen und Sachen ergattern, worüber mach sich letztendlich freut.
So gelangte ich an einen liebenswerten Glücksbringer.
Er strahlte mich lächelnd an und sagte zu mir: „Nimm mich mit“.
Bald danach war er sicher eingepackt in meiner Tasche.
Die Figuren von Hummel (heute Goebel) begleiten mich schon mein ganzes Leben.
Ein paar Erbstücke sind mein Eigentum.
Vor einigen Jahren besuchte ich das Berta-Hummel-Museum in Massing. Es ist das Geburtshaus von Berta Hummel.
Man erfährt viel Interessantes über das Leben der Künstlerin.
Ich besitze u. a. das Wandbild „Der Wanderbub“ von Hummel; es wurde meinen Eltern zur Hochzeit geschenkt.
Der kleine Kerl mit seinem Stockschirm über der Schulter spaziert selbstbewusst mit einem Lied auf den Lippen seines Weges.
Es sieht aus, als hätte der Junge einen längeren Weg vor sich und setzt einen Schritt vor den anderen.
Für mich eine wertvolle Erinnerung.
Als ich mit diesem Bild von meiner Fotopirsch zuhause ankam, habe ich das Foto erstmal bearbeitet.
Wäre die Tasche auch rot gewesen, hätte ich sie da stehen lassen.
Aber mit der KI bei Lightroom lässt sich sowas leicht wegzaubern.
Also startete ich das Programm und ich staunte nicht schlecht über das Ergebnis:
Schon 2018 besuchte ich in Erkenbrechtsweiler die keltische Ausgrabungsstätte und das Zangentor.
Seit dem Sommer 2024 kann man das keltische Erbe neu entdecken. Denn das Heidengrabenzentrum macht die beeindrduckende Geschichte des größten Oppidums auf dem europäischen Festland lebendig.
Ich erlebte interaktive Ausstellungen, die das Leben der Kelten, die vor über 2000 Jahren hier auf dem Gebiet, das heute als Region am Heidengraben bekannt ist, auschaulich darstellen. Man steht regelrecht symbolisch vor den Toren der Siedlung, geht an Märkten, wo Felle dargeboten werden, oder Handwerkern vorbei.
Zu Beginn der Ausstellung wurde ich vom Torwächter-Avatar begrüßt und es wurde mir Einlass in das Oppidum gewährt.
Etwas ganz Besonderes für mich war die virtuelle Präsentation auf einem Relieftisch.
Sie stellt die Historie des Heidengrabens in ihrer Entstehungsgeschichte dar.
Auf dieser Spurensuche fragen wir uns aber auch, warum das Oppidum am Heidengraben trotz der baulichen und organisatorischen Anstrengungen nach nur 30 bis 50 Jahren wieder aufgegeben wurde. Die Gründe bleiben unklar.
Ich hoffe, ich habe euch neugierig gemacht. Ein Besuch im Heidengrabenzentrum lohnt sich auf jeden Fall!
Auf der Fahrt zum Kloster Lioba kamen wir durch Waldkirch im Breisgau.
Nach einem köstlichen Mittagessen und einem exzellenten Espresso gingen wir zur Elz, die nur ein paar Schritte vom Restaurant entfernt ist.
Auf dem Weg dahin kamen wir auch zum Gewerbekanal aus dem Jahr der Stadtgründung 1250, der damals gleichzeitig einen Teil der Stadtbefestigung bildete. Einen Rest davon kann man hier noch sehen.
Der Gewerbekanal bildete die Voraussetzung für zahlreiche Gewerbe und somit das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt. Er ist mit seinen 3,7 km das längste Denkmal von Waldkirch.
Bis zu 35 Mühlen versorgte der Kanal, darunter 30 Edelsteinschleifereien. Fast die Hälfte der Einwohner arbeiteten im 18. Jahrhundert in diesen Edelsteinschleifereien.
Auch Gerber lebten hier und übten ihr anrüchiges Gewerbe aus.
Der Kanal wurde auch zeitweise für Abfallentsorgung und Wiesenbewässerung genutzt.
(Quelle: Infotafel vor Ort)