Die Burgruine Schönecken wird auch „Bella Costa“ oder „Clara Costa“ genannt.
Sie ist die Ruine einer Höhenburg auf 467 m ü. NN über der gleichnamigen Ortsgemeinde Schönecken im Nimstal in der Westeifel (Eifelkreis Bitburg-Prüm) in Rheinland-Pfalz.
Geschichte
Die Errichtung der Burg in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts fand widerrechtlich statt. Die Bauherren, die Grafen von Vianden, nannten sich fortan auch Herren von Schönecken.
Erst 1280 wurde die Anlage durch eine komplizierte Lehensregelung legalisiert.
Gegen Ende des 14. Jahrhunderts kam die Burg Schönecken an die Erzbischöfe von Trier.
Zerstört wurde die Burg erst im 19. Jahrhundert durch die Ausbeutung als Steinbruch für Bauvorhaben der Umgebung, nachdem sie 1804 auf Abbruch verkauft wurde.
Ursprünglich gliederte sich die Anlage in einen unteren und oberen Burgteil. Jeder der Teile wurde von einer starken Ringmauer umschlossen. Die Unterburg besaß darüber hinaus auf der gefährdeten Bergseite eine Schildmauer mit davor liegendem Halsgraben.
Im oberen Burgteil stand ursprünglich ein großer dreigeschossiger Wohnbau, von dem sich die südliche Außenmauer erhalten hat.
Teil dieser Mauer waren ein Ringmauerturm sowie drei nach hinten offene Schalentürme, von denen zwei noch heute zu erkennen sind. Erkennbar ist auch noch die Ruine eines dreiviertelrunden Rondells, das einst zur Aufstellung von Geschützen diente.
Quelle: Infotafel vor Ort